31.07.2025
Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent – ein Anstieg von 0,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresmonat.
Agenturchefin Martina Lehmann sieht mehrere Ursachen: Neben den saisonal üblichen Effekten wie auslaufenden Arbeitsverträgen zum Quartalsende oder vorübergehenden Arbeitslosmeldungen von Schul- und Ausbildungsabgängern sei vor allem die anhaltende konjunkturelle Schwäche spürbar. „Neben all diesen jährlich wiederkehrenden Faktoren sehe ich auch die Anzeichen für eine weiter bestehende konjunkturelle Schwächephase,“ so die Chefin der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Martina Lehmann. Der Rückgang bei den neu gemeldeten Stellen, die hohe Inanspruchnahme von Kurzarbeit sowie der leichte Rückgang bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bestätigen ihre Einschätzung. Die Arbeitskräftenachfrage ging vor der anstehenden Ferien- und Urlaubszeit zurück.

Im Juli wurden 701 neue Stellen gemeldet – 6,4 Prozent weniger als im Vormonat und 15,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Nachfrage konzentriert sich weiterhin auf qualifizierte Fachkräfte. Viele Arbeitslose bringen jedoch nicht die gesuchten Qualifikationen mit, was die Vermittlung erschwert. „Wir stehen vor der Herausforderung, auf der einen Seite einen konjunkturell bedingten Rückgang gemeldeter Stellen bewältigen zu müssen und gleichzeitig proaktiv dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ein zentraler Hebel ist dabei die Qualifizierung. Wer heute in Weiterbildung investiert, sichert sich langfristig Chancen, sowohl als Unternehmen als auch als arbeitsuchender Mensch. Mit unseren individuellen Beratungs- und Förderangeboten unterstützen wir Arbeit- und Ausbildungsstellensuchende, Beschäftigte und Arbeitgeber gleichermaßen“, betont Lehmann.
Am regionalen Ausbildungsmarkt gibt es aktuell fast doppelt so viele unbesetzte Ausbildungsstellen (1.349) wie Bewerberinnen und Bewerber. Am Ausbildungsmarkt im Nordschwarzwald seien, laut der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, derzeit noch 709 junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. „Meine Berufsberaterinnen und -berater unterstützen interessierte Jugendliche auch in den Sommerferien gerne bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz,“ so Lehmann.
Für die Jahreszeit habe die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen im Alter bis 25 Jahre deutlich zugenommen, da der direkte Übergang von der Ausbildung in die Beschäftigung nicht immer gelungen sei. Mitte Juli waren 1.527 junge Menschen arbeitslos gemeldet, 150 oder 10,9 Prozent mehr als im Juni.
Am anderen Ende der Alterspyramide, bei den Älteren (55 Jahre und älter), sei die Arbeitslosigkeit in den letzten vier Wochen nur leicht gestiegen, um elf oder 0,2 Prozent auf 4.431.
Die Zahl der Kurzarbeitenden ist im Vergleich zum Vorjahr spürbar gestiegen. Im März 2025 – aktuellste verfügbare Daten – befanden sich 8.543 Beschäftigte in 253 Betrieben in Kurzarbeit (März 2024: 5.696 Personen in 170 Betrieben). Die Kurzarbeiterquote im Nordschwarzwald lag bei 3,8 Prozent.
Im Bereich der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III) ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 375 oder 4,9 Prozent auf 7.995 gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Anstieg um 973 oder 13,9 Prozent.
Bei den Jobcentern (Rechtskreis SGB II) ist die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli um 98 oder 1,1 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 778 oder 9,7 Prozent auf 8.820 gestiegen.
Unter den sieben Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim hat Nagold mit 3,8 Prozent den besten Wert. Es folgen Calw mit 4,0 Prozent, Mühlacker mit 4,1 Prozent, Freudenstadt mit 4,4 Prozent, Horb mit 4,5 Prozent, Pforzheim mit 5,5 Prozent sowie Bad Wildbad mit 5,9 Prozent.
Die unterschiedlichen Strukturen innerhalb des Agenturbezirkes haben auch im Juli zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 3,8 Prozent im Enzkreis und 7,6 Prozent im Stadtkreis Pforzheim.
Die Arbeitslosenquote ist von Juni auf Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag sie bei 3,9 Prozent. Insgesamt waren 4.026 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1.967 (48,9 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 2.059 (51,1 Prozent) in der Grundsicherung. Im Juli wurden 145 Stellenangebote gemeldet. Das waren drei oder 2,0 Prozent weniger als im Vormonat und 92 oder 38,8 Prozent weniger als im Juli 2024. Aktuell sind 804 offene Stellenangebote im Bestand, 252 oder 23,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,3 Prozent. Insgesamt waren 4.278 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 2.410 (56,5 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1.868 (43,5 Prozent) in der Grundsicherung. Im Juli wurden 162 Stellenangebote gemeldet. Das waren 26 oder 19,1 Prozent mehr als im Vormonat und 14 oder 8,0 Prozent weniger als im Juli 2024. Aktuell sind 702 offene Stellenangebote im Bestand, 466 oder 39,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote ist von Juni auf Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag sie bei 3,8 Prozent. Insgesamt waren 3.193 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1.437 (45,0 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1.756 (55,0 Prozent) in der Grundsicherung. Im Juli wurden 138 Stellenangebote gemeldet. Das waren 72 oder 34,3 Prozent weniger als im Vormonat und 70 oder 33,7 Prozent weniger als im Juli 2024. Aktuell sind 983 offene Stellenangebote im Bestand, 102 oder 9,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag sie noch bei 7,0 Prozent. Insgesamt waren 5.318 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 2.181 (41,1 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 3.137 (58,9 Prozent) in der Grundsicherung. Im Juli wurden 256 Stellenangebote gemeldet. Das war eines mehr als im Vormonat (Plus 0,4 Prozent) und 51 oder 24,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit sind 845 offene Stellenangebote im Bestand, 186 oder 18,0 Prozent weniger als im Juli 2024.
Mitte Juli waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim 3.334 offene Stellen gemeldet, 125 oder 3,6 Prozent weniger als im Juni und 1.006 oder 23,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist leicht zurückgegangen. Im Januar 2025 – neuere Daten liegen nicht vor – waren im Agenturbezirk NagoldPforzheim 222.989 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.539 oder 0,7 Prozent weniger als im Januar 2024.

pm/tm
31.07.2025
Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent – ein Anstieg von 0,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresmonat.
Agenturchefin Martina Lehmann sieht mehrere Ursachen: Neben den saisonal üblichen Effekten wie auslaufenden Arbeitsverträgen zum Quartalsende oder vorübergehenden Arbeitslosmeldungen von Schul- und Ausbildungsabgängern sei vor allem die anhaltende konjunkturelle Schwäche spürbar. „Neben all diesen jährlich wiederkehrenden Faktoren sehe ich auch die Anzeichen für eine weiter bestehende konjunkturelle Schwächephase,“ so die Chefin der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Martina Lehmann. Der Rückgang bei den neu gemeldeten Stellen, die hohe Inanspruchnahme von Kurzarbeit sowie der leichte Rückgang bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bestätigen ihre Einschätzung. Die Arbeitskräftenachfrage ging vor der anstehenden Ferien- und Urlaubszeit zurück.

Im Juli wurden 701 neue Stellen gemeldet – 6,4 Prozent weniger als im Vormonat und 15,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Nachfrage konzentriert sich weiterhin auf qualifizierte Fachkräfte. Viele Arbeitslose bringen jedoch nicht die gesuchten Qualifikationen mit, was die Vermittlung erschwert. „Wir stehen vor der Herausforderung, auf der einen Seite einen konjunkturell bedingten Rückgang gemeldeter Stellen bewältigen zu müssen und gleichzeitig proaktiv dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ein zentraler Hebel ist dabei die Qualifizierung. Wer heute in Weiterbildung investiert, sichert sich langfristig Chancen, sowohl als Unternehmen als auch als arbeitsuchender Mensch. Mit unseren individuellen Beratungs- und Förderangeboten unterstützen wir Arbeit- und Ausbildungsstellensuchende, Beschäftigte und Arbeitgeber gleichermaßen“, betont Lehmann.
Am regionalen Ausbildungsmarkt gibt es aktuell fast doppelt so viele unbesetzte Ausbildungsstellen (1.349) wie Bewerberinnen und Bewerber. Am Ausbildungsmarkt im Nordschwarzwald seien, laut der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, derzeit noch 709 junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. „Meine Berufsberaterinnen und -berater unterstützen interessierte Jugendliche auch in den Sommerferien gerne bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz,“ so Lehmann.
Für die Jahreszeit habe die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen im Alter bis 25 Jahre deutlich zugenommen, da der direkte Übergang von der Ausbildung in die Beschäftigung nicht immer gelungen sei. Mitte Juli waren 1.527 junge Menschen arbeitslos gemeldet, 150 oder 10,9 Prozent mehr als im Juni.
Am anderen Ende der Alterspyramide, bei den Älteren (55 Jahre und älter), sei die Arbeitslosigkeit in den letzten vier Wochen nur leicht gestiegen, um elf oder 0,2 Prozent auf 4.431.
Die Zahl der Kurzarbeitenden ist im Vergleich zum Vorjahr spürbar gestiegen. Im März 2025 – aktuellste verfügbare Daten – befanden sich 8.543 Beschäftigte in 253 Betrieben in Kurzarbeit (März 2024: 5.696 Personen in 170 Betrieben). Die Kurzarbeiterquote im Nordschwarzwald lag bei 3,8 Prozent.
Im Bereich der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III) ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 375 oder 4,9 Prozent auf 7.995 gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Anstieg um 973 oder 13,9 Prozent.
Bei den Jobcentern (Rechtskreis SGB II) ist die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli um 98 oder 1,1 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 778 oder 9,7 Prozent auf 8.820 gestiegen.
Unter den sieben Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim hat Nagold mit 3,8 Prozent den besten Wert. Es folgen Calw mit 4,0 Prozent, Mühlacker mit 4,1 Prozent, Freudenstadt mit 4,4 Prozent, Horb mit 4,5 Prozent, Pforzheim mit 5,5 Prozent sowie Bad Wildbad mit 5,9 Prozent.
Die unterschiedlichen Strukturen innerhalb des Agenturbezirkes haben auch im Juli zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 3,8 Prozent im Enzkreis und 7,6 Prozent im Stadtkreis Pforzheim.
Die Arbeitslosenquote ist von Juni auf Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag sie bei 3,9 Prozent. Insgesamt waren 4.026 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1.967 (48,9 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 2.059 (51,1 Prozent) in der Grundsicherung. Im Juli wurden 145 Stellenangebote gemeldet. Das waren drei oder 2,0 Prozent weniger als im Vormonat und 92 oder 38,8 Prozent weniger als im Juli 2024. Aktuell sind 804 offene Stellenangebote im Bestand, 252 oder 23,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,3 Prozent. Insgesamt waren 4.278 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 2.410 (56,5 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1.868 (43,5 Prozent) in der Grundsicherung. Im Juli wurden 162 Stellenangebote gemeldet. Das waren 26 oder 19,1 Prozent mehr als im Vormonat und 14 oder 8,0 Prozent weniger als im Juli 2024. Aktuell sind 702 offene Stellenangebote im Bestand, 466 oder 39,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote ist von Juni auf Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag sie bei 3,8 Prozent. Insgesamt waren 3.193 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1.437 (45,0 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1.756 (55,0 Prozent) in der Grundsicherung. Im Juli wurden 138 Stellenangebote gemeldet. Das waren 72 oder 34,3 Prozent weniger als im Vormonat und 70 oder 33,7 Prozent weniger als im Juli 2024. Aktuell sind 983 offene Stellenangebote im Bestand, 102 oder 9,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag sie noch bei 7,0 Prozent. Insgesamt waren 5.318 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 2.181 (41,1 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 3.137 (58,9 Prozent) in der Grundsicherung. Im Juli wurden 256 Stellenangebote gemeldet. Das war eines mehr als im Vormonat (Plus 0,4 Prozent) und 51 oder 24,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit sind 845 offene Stellenangebote im Bestand, 186 oder 18,0 Prozent weniger als im Juli 2024.
Mitte Juli waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim 3.334 offene Stellen gemeldet, 125 oder 3,6 Prozent weniger als im Juni und 1.006 oder 23,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist leicht zurückgegangen. Im Januar 2025 – neuere Daten liegen nicht vor – waren im Agenturbezirk NagoldPforzheim 222.989 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.539 oder 0,7 Prozent weniger als im Januar 2024.

pm/tm
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