07.01.2026
Nach dem Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember gegenüber dem Vormonat leicht um 54 Personen auf 16.133. Deutlich stärker fällt der Vergleich zum Vorjahr aus: Im Dezember 2024 waren noch 922 Menschen weniger ohne Job. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,6 Prozent, liegt damit aber über dem Vorjahreswert von 4,3 Prozent.
Entlastung bringt die aktuelle Entwicklung kaum. Zwar fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresende moderat aus, doch die Impulse vom Stellenmarkt bleiben schwach. „Der Arbeitsmarkt im Nordschwarzwald steht weiter vor großen Herausforderungen. Zwar ist die Arbeitslosigkeit im Dezember nur minimal gestiegen, die Zahl der gemeldeten Stellen reicht aber nicht aus, um den Arbeitsmarkt in Bewegung zu bringen und eine Trendwende einzuleiten,“ erklärt Martina Lehmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim.
Ein zentraler Faktor bleibt der demografische Wandel. Immer mehr Beschäftigte der Babyboomer-Generation scheiden aus dem Berufsleben aus, während deutlich weniger junge Arbeitskräfte nachrücken. Für viele Unternehmen bedeutet das: Personal halten, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. „Durch das knapper werdende Arbeitskräfteangebot versuchen unsere Unternehmen ihre Arbeitskräfte auch in konjunkturellen Schwächephasen zu halten. Das stabilisiert den Arbeitsmarkt, die Arbeitslosigkeit steigt weniger stark als erwartet,“ so Lehmann weiter.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften zeigte im Dezember zwar einen leichten Aufwärtstrend, bleibt insgesamt aber verhalten. Mit 780 neu gemeldeten Stellen lag das Niveau unter dem langfristigen Durchschnitt. Insgesamt waren Mitte Dezember 3.568 offene Stellen registriert – weniger als im Vormonat und deutlich weniger als vor einem Jahr.
Der Blick auf das Gesamtjahr unterstreicht die angespannte Lage. Im Jahresdurchschnitt waren 16.469 Menschen arbeitslos gemeldet – fast zehn Prozent mehr als 2024. In allen Monaten lag die Arbeitslosigkeit über dem jeweiligen Vorjahreswert. Der Höchststand wurde im August mit 17.333 Arbeitslosen erreicht, der niedrigste Wert im November.
Parallel ging die Zahl der gemeldeten Stellen zurück: Rund 8.900 Stellenangebote im gesamten Jahr bedeuten ein Minus von etwa 500 gegenüber 2024 – und einen drastischen Abstand zum Boomjahr 2018.

Zusätzlich nahm die Kurzarbeit deutlich zu. Im August 2025 arbeiteten im Bezirk 5.177 Beschäftigte in 176 Betrieben kurz – mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Die Kurzarbeiterquote stieg auf 2,3 Prozent.
Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ging leicht zurück. Im Juni 2025 waren im Agenturbezirk Nagold-Pforzheim 221.425 Menschen beschäftigt, rund 1.800 weniger als ein Jahr zuvor.
Unter den sieben Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim hat Nagold mit 3,3 Prozent den besten Wert. Es folgen Calw mit 3,8 Prozent, Mühlacker mit 4,1 Prozent, Freudenstadt mit 4,4 Prozent, Horb mit 4,5 Prozent, Pforzheim mit 5,3 Prozent sowie Bad Wildbad mit 5,4 Prozent.
Die unterschiedlichen Strukturen innerhalb des Agenturbezirkes haben auch im Dezember zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 3,7 Prozent im Enzkreis und 7,2 Prozent im Stadtkreis Pforzheim.
Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 3,9 Pro-zent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,8 Prozent. Insgesamt waren 3.660 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1.911 (52,2 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1.749 (47,8 Prozent) in der Grundsicherung. Im Dezember wurden 205 Stellenangebote gemeldet. Das waren elf oder 5,1 Prozent weniger als im Vormonat und 41 oder 25,0 Prozent mehr als im Dezember 2024. Aktuell sind 859 offene Stellenangebote im Bestand, 34 oder 3,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 3,7 Pro-zent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,3 Prozent. Insgesamt waren 4.215 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 2.366 (56,1 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1.849 (43,9 Prozent) in der Grundsicherung. Im Dezember wurden 127 Stellenangebote gemeldet. Das waren 75 oder 37,1 Prozent weniger als im Vormonat und 13 oder 9,3 Prozent weniger als im Dezember 2024. Aktuell sind 846 offene Stellenangebote im Bestand, 16 oder 1,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote ist von November auf Dezember um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,2 Prozent. Insgesamt waren 3.177 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1.524 (48,0 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1.653 (52,0 Prozent) in der Grundsicherung. Im Dezember wurden 254 Stellenangebote gemeldet. Das waren 80 oder 46,04,0 Prozent mehr als im Vormonat und 13 oder 4,9 Prozent weniger als im Dezember 2024. Aktuell sind 965 offene Stellenangebote im Bestand, 208 oder 17,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 7,2 Prozent geblieben. Vor einem Jahr lag sie noch bei 6,9 Prozent. Insgesamt waren 5.081 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 2.046 (40,3 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 3.035 (59,7 Prozent) in der Grundsicherung. Im Dezember wurden 194 Stellenangebote gemeldet. Das waren 20 oder 11,5 Prozent mehr als im Vormonat und 13 oder 7,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit sind 898 offene Stellenangebote im Bestand, 73 oder 8,8 Prozent mehr als im Dezember 2024.
Mitte Dezember waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim 3.568 offene Stellen gemeldet, 33 oder 0,9 Prozent weniger als im November und 185 oder 4,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist leicht zurückgegangen. Im Juni 2025 – neuere Daten liegen nicht vor – waren im Agenturbezirk Nagold-Pforzheim 221.425 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.815 oder 0,8 Prozent weniger als im Juni 2024.
pm
07.01.2026
Nach dem Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember gegenüber dem Vormonat leicht um 54 Personen auf 16.133. Deutlich stärker fällt der Vergleich zum Vorjahr aus: Im Dezember 2024 waren noch 922 Menschen weniger ohne Job. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,6 Prozent, liegt damit aber über dem Vorjahreswert von 4,3 Prozent.
Entlastung bringt die aktuelle Entwicklung kaum. Zwar fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresende moderat aus, doch die Impulse vom Stellenmarkt bleiben schwach. „Der Arbeitsmarkt im Nordschwarzwald steht weiter vor großen Herausforderungen. Zwar ist die Arbeitslosigkeit im Dezember nur minimal gestiegen, die Zahl der gemeldeten Stellen reicht aber nicht aus, um den Arbeitsmarkt in Bewegung zu bringen und eine Trendwende einzuleiten,“ erklärt Martina Lehmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim.
Ein zentraler Faktor bleibt der demografische Wandel. Immer mehr Beschäftigte der Babyboomer-Generation scheiden aus dem Berufsleben aus, während deutlich weniger junge Arbeitskräfte nachrücken. Für viele Unternehmen bedeutet das: Personal halten, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. „Durch das knapper werdende Arbeitskräfteangebot versuchen unsere Unternehmen ihre Arbeitskräfte auch in konjunkturellen Schwächephasen zu halten. Das stabilisiert den Arbeitsmarkt, die Arbeitslosigkeit steigt weniger stark als erwartet,“ so Lehmann weiter.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften zeigte im Dezember zwar einen leichten Aufwärtstrend, bleibt insgesamt aber verhalten. Mit 780 neu gemeldeten Stellen lag das Niveau unter dem langfristigen Durchschnitt. Insgesamt waren Mitte Dezember 3.568 offene Stellen registriert – weniger als im Vormonat und deutlich weniger als vor einem Jahr.
Der Blick auf das Gesamtjahr unterstreicht die angespannte Lage. Im Jahresdurchschnitt waren 16.469 Menschen arbeitslos gemeldet – fast zehn Prozent mehr als 2024. In allen Monaten lag die Arbeitslosigkeit über dem jeweiligen Vorjahreswert. Der Höchststand wurde im August mit 17.333 Arbeitslosen erreicht, der niedrigste Wert im November.
Parallel ging die Zahl der gemeldeten Stellen zurück: Rund 8.900 Stellenangebote im gesamten Jahr bedeuten ein Minus von etwa 500 gegenüber 2024 – und einen drastischen Abstand zum Boomjahr 2018.

Zusätzlich nahm die Kurzarbeit deutlich zu. Im August 2025 arbeiteten im Bezirk 5.177 Beschäftigte in 176 Betrieben kurz – mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Die Kurzarbeiterquote stieg auf 2,3 Prozent.
Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ging leicht zurück. Im Juni 2025 waren im Agenturbezirk Nagold-Pforzheim 221.425 Menschen beschäftigt, rund 1.800 weniger als ein Jahr zuvor.
Unter den sieben Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim hat Nagold mit 3,3 Prozent den besten Wert. Es folgen Calw mit 3,8 Prozent, Mühlacker mit 4,1 Prozent, Freudenstadt mit 4,4 Prozent, Horb mit 4,5 Prozent, Pforzheim mit 5,3 Prozent sowie Bad Wildbad mit 5,4 Prozent.
Die unterschiedlichen Strukturen innerhalb des Agenturbezirkes haben auch im Dezember zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 3,7 Prozent im Enzkreis und 7,2 Prozent im Stadtkreis Pforzheim.
Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 3,9 Pro-zent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,8 Prozent. Insgesamt waren 3.660 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1.911 (52,2 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1.749 (47,8 Prozent) in der Grundsicherung. Im Dezember wurden 205 Stellenangebote gemeldet. Das waren elf oder 5,1 Prozent weniger als im Vormonat und 41 oder 25,0 Prozent mehr als im Dezember 2024. Aktuell sind 859 offene Stellenangebote im Bestand, 34 oder 3,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 3,7 Pro-zent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,3 Prozent. Insgesamt waren 4.215 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 2.366 (56,1 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1.849 (43,9 Prozent) in der Grundsicherung. Im Dezember wurden 127 Stellenangebote gemeldet. Das waren 75 oder 37,1 Prozent weniger als im Vormonat und 13 oder 9,3 Prozent weniger als im Dezember 2024. Aktuell sind 846 offene Stellenangebote im Bestand, 16 oder 1,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote ist von November auf Dezember um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,2 Prozent. Insgesamt waren 3.177 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1.524 (48,0 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1.653 (52,0 Prozent) in der Grundsicherung. Im Dezember wurden 254 Stellenangebote gemeldet. Das waren 80 oder 46,04,0 Prozent mehr als im Vormonat und 13 oder 4,9 Prozent weniger als im Dezember 2024. Aktuell sind 965 offene Stellenangebote im Bestand, 208 oder 17,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 7,2 Prozent geblieben. Vor einem Jahr lag sie noch bei 6,9 Prozent. Insgesamt waren 5.081 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 2.046 (40,3 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 3.035 (59,7 Prozent) in der Grundsicherung. Im Dezember wurden 194 Stellenangebote gemeldet. Das waren 20 oder 11,5 Prozent mehr als im Vormonat und 13 oder 7,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit sind 898 offene Stellenangebote im Bestand, 73 oder 8,8 Prozent mehr als im Dezember 2024.
Mitte Dezember waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim 3.568 offene Stellen gemeldet, 33 oder 0,9 Prozent weniger als im November und 185 oder 4,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist leicht zurückgegangen. Im Juni 2025 – neuere Daten liegen nicht vor – waren im Agenturbezirk Nagold-Pforzheim 221.425 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.815 oder 0,8 Prozent weniger als im Juni 2024.
pm
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