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Oliver Reitz

Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP)

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16+ mit Eleonora Steenken, Marketingleiterin der TMBW

Als Kind wollte sie Journalistin oder Anwältin werden. Heute ist Eleonora Steenken Marketingleiterin bei der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW). Was es bei ihr mit 'Eat that frog' auf sich hat, verrät sie uns in unserer etwas anderen Interviewreihe.
Eleonora Steenken Marketingleiterin der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) Foto: © TMBW

19.01.2023

„Für mich ist es ein großer Antrieb zu wissen, dass ich mit meiner Arbeit Dinge verändern kann, zum Positiven natürlich. Immer wieder fasziniert mich außerdem der Moment, wenn der Knoten platzt, die Dinge sich in einem neuen Licht präsentieren und sich die Lösung plötzlich ganz klar abzeichnet. Immer gilt: Nichts ist in Stein gemeißelt und ich bin immer offen für die bessere Lösung und das schlagkräftigere Argument“, sagt Eleonora Steenken.

Sie ist bereits seit zehn Jahren für die baden-württembergische Tourismusgesellschaft tätig und mit den Tourismusstrukturen im Land bestens vertraut. Zuletzt leitete sie das in der Marketingabteilung angesiedelte Team Produkt. Seit Oktober 2022 hat Eleonora Steenken die Position als Marketingleiterin inne.

Ihr Weg in die Tourismusbranche war nicht vorgezeichnet, sondern ist ein erfolgreicher Quereinstieg. Eleonora Steenken ist gebürtige Westfälin, sie studierte Medienwirtschaft in Stuttgart und durchlief anschließend zunächst Stationen in der Digital- und Werbebranche. Neben ihrer Tätigkeit für die TMBW engagiert sie sich als Dozentin an verschiedenen Hochschulen zu den Themen  Destinationsmanagement und Weintourismus. Dazu passt, dass die 37-Jährige geprüfte Sommelière ist.

1.Wann stehen Sie in der Regel morgens auf?

In der Regel beginnt mein Tag zwischen 05:30 Uhr und 06:00 Uhr. Ich genieße es, morgens etwas mehr Zeit zu haben und mir früh einen Überblick zu verschaffen

2. Sind Sie ein Frühstückstyp und falls ja, was geht immer?

Ich brauche am Morgen unbedingt Energie! Deswegen frühstücke ich meistens Overnight-Oats, die ich mir am Abend zuvor zubereite. Wenn es schnell gehen muss, gebe ich dann hin und wieder meiner Schwäche für (gute!) französische Croissants nach.

3. Was ist Ihr Lieblings Büro-Outfit?

Smart Casual (Jeans, Shirt, Blazer).

4. Der erste Klick am Morgen, gilt welcher Seite?

Outlook – Teams – Tourismusnetzwerk Baden-Württemberg. Danach weiß ich, was im Unternehmen und im Land gerade los ist.

5. Zu welcher Tageszeit sind Sie am produktivsten?

Ich bin am Morgen und Vormittag am produktivsten und erledige schwierige Aufgaben deswegen gerne vor 12 Uhr. Dabei versuche ich, unangenehme Dinge immer als erstes anzugehen. Eat that frog!

6. Fixer Arbeitsplatz oder Smart Office?

Smart Office! Ich finde die Möglichkeiten von New Work sehr spannend und merke bei mir selbst, dass die neue Flexibilität im Arbeitsalltag auch insgesamt flexibler macht. Potentiale können besser ausgeschöpft werden, Ideen und Lösungsansätze werden kreativer.

7. Digital Tools gibt es viele, welches ist Ihr Favorit?

Die ganze Welt von Office 365! Aktuell entdecke ich OneNote immer mehr für mich. Außerdem schätze ich Miro sehr für kollaboratives Arbeiten.

8. Wer war / ist für Sie ein Vorbild?

Das kann ich nicht so einfach beantworten. Für mich sind verschiedene Menschen für verschiedene Dinge Vorbilder.

9. Die beste Strategie gegen unproduktive Meetings?

Ganz konkret auf den Kern der Frage oder des Problems runterbrechen und konkrete Ziele und Next Steps formulieren. Im Zweifel ein Meeting lieber abbrechen und vertagen. Hilfreich für Meetings, in denen sich alle in Details verlieren: ELMO (Enough – lets move on)!

10. Wie überleben Sie einen richtig schlechten Tag im Büro?

Analysieren, warum es ein schlechter Tag ist und identifizieren, ob und was ich verändern kann, damit sich das nicht wiederholt. Außerdem hilft es immer, sich vor Augen zu führen, dass morgen alles wieder anders aussieht.

11. Was inspiriert Sie?

Mich inspiriert die Vorstellung, etwas verändern und bewirken zu können. Außerdem faszinieren und inspirieren mich Menschen mit starken Visionen und dem leidenschaftlichen Willen, auf diese hinzuarbeiten.

12. Beruf und Familie lässt sich gut vereinbaren? Wo sehen Sie Handlungsbedarf?

Es liegt auf der Hand: Je flexibler die Arbeitsumgebung und der Arbeitsalltag gestaltet werden können, desto besser lässt sich beides miteinander vereinbaren. Bei mir funktioniert das sehr gut. Leider ist das aber immer noch nicht selbstverständlich.

13. Was ist Ihnen mal gehörig misslungen?

Es gab da mal eine Kampagne vor vielen Jahren, die hinten und vorne nicht funktioniert hat. Ein echtes Desaster auf verschiedenen Ebenen, aus dem ich aber unfassbar viel gelernt habe.

14. Lieblingsfilm?

„Der Gott des Gemetzels“ mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly

15. Wen würden Sie gerne einmal treffen und was würden Sie dann gerne mit dieser Person diskutieren?

Ich würde gerne mein älteres und jüngeres Ich Treffen und gemeinsam über Sinn und Unsinn des Lebens diskutieren.

16. Was wollten Sie als Kind werden?

Als Kind wollte ich Journalistin oder Anwältin werden.

Angenommen Sie treffen auf eine fremde Person, die sie besser kennt, als Sie sich selbst, fänden Sie das spannend oder gruselig?

Ich fände das sehr spannend und hilfreich. Solange die Person nichts Böses im Sinn hat, versteht sich.

Das Interview führte Tanja Meckler.

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